Peer-Review: Wie Forschungsförderer den wissenschaftlichen Wert beurteilen

Definition

Unter Peer-Review versteht man die Begutachtung von Forschungsanträgen durch unabhängige Experten des jeweiligen Fachgebiets, die den wissenschaftlichen Wert, die Durchführbarkeit und den Nutzen bewerten, um zu entscheiden, welche Projekte gefördert werden sollen.

Die Koordination der Gutachter, der Umgang mit Interessenkonflikten und die faire Zusammenfassung der Bewertungen sind für einen glaubwürdigen Forschungsförderungsprozess von zentraler Bedeutung.

Forschungsstipendien
Veröffentlicht am
29. Juli 2026
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Was ist Peer-Review?

Unter Peer-Review versteht man die Begutachtung von Forschungsanträgen durch unabhängige Experten des jeweiligen Fachgebiets. Diese Gutachter bewerten den wissenschaftlichen Wert, die Durchführbarkeit und den Nutzen der Vorhaben, und ihre Beurteilung entscheidet darüber, welche Projekte ein Förderer unterstützen sollte. Dies ist der Mechanismus, durch den Entscheidungen über die Forschungsförderung wissenschaftliche Glaubwürdigkeit erlangen.

Das entscheidende Merkmal ist Fachkompetenz. Bei einer allgemeinen Bewertung lässt sich beurteilen, ob ein Antrag gut verfasst ist oder mit einem Programm im Einklang steht; nur ein Fachexperte kann jedoch beurteilen, ob die wissenschaftlichen Grundlagen fundiert, neuartig und umsetzbar sind – und genau darauf kommen Entscheidungen über die Forschungsförderung an.

Inwiefern unterscheidet sich die Begutachtung durch Fachkollegen von der Bewertung von Anträgen?

Die Begutachtung durch Fachkollegen ist eine spezielle Form der Expertenbewertung und nicht mit der allgemeinen Bewertung von Anträgen gleichzusetzen. Bei der allgemeinen Bewertung werden Anträge anhand eines einheitlichen Bewertungsrasters bewertet, das jeder geschulte Gutachter anwenden kann; die Begutachtung durch Fachkollegen erfordert hingegen unabhängige Experten, die den Inhalt der Forschung selbst beurteilen können.

Beides lässt sich miteinander verbinden: Peer-Reviewer bewerten Anträge häufig anhand festgelegter Kriterien. Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, wer die Bewertung vornimmt und auf welcher Grundlage: Es geht um fundiertes Fachwissen, das zur Beurteilung des wissenschaftlichen Werts herangezogen wird, und nicht um eine allgemeine Bewertungsmatrix, die auf die Präsentation und die Eignung des Vorhabens angewendet wird.

Was macht die Durchführung von Peer-Reviews so schwierig?

Die Begutachtung durch Fachkollegen bringt Herausforderungen hinsichtlich der Koordination und Integrität mit sich, die bei einer allgemeinen Bewertung nicht auftreten. Die Gutachter müssen aus einem begrenzten Expertenpool rekrutiert, ihre Arbeitsbelastung gesteuert und ihre Bewertungen fair zusammengefasst werden – häufig über viele Anträge hinweg und mit jeweils mehreren Gutachtern pro Antrag.

Da Experten in der Regel aus derselben Fachgemeinschaft stammen wie die Antragsteller, stellt ein Interessenkonflikt eher ein strukturelles als ein gelegentlich auftretendes Risiko dar. Die konsequente Handhabung von Interessenerklärungen und Ablehnungen ist von zentraler Bedeutung, um die Glaubwürdigkeit und Rechtfertigbarkeit des Peer-Review-Verfahrens zu gewährleisten.

Koordination der Begutachtung durch Fachkollegen auf einer Plattform

Eine Plattform zur Verwaltung von Forschungszuschüssen übernimmt die technischen Abläufe des Peer-Review-Verfahrens: die Zuweisung von Anträgen an Gutachter, die Bearbeitung von Interessenkonflikten und Ablehnungen, die Erfassung der Bewertungen anhand festgelegter Kriterien sowie deren Zusammenführung im Hinblick auf eine Förderentscheidung, sodass dieser anspruchsvolle Expertenprozess übersichtlich und nachvollziehbar bleibt.

Zusammenfassung
Häufig gestellte Fragen

FAQ

Was versteht man unter Peer-Review in der Forschungsförderung?
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Inwiefern unterscheidet sich die Begutachtung durch Fachkollegen von der Bewertung von Anträgen?
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Was macht die Durchführung von Peer-Reviews so schwierig?
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Inwiefern unterscheidet sich die Begutachtung durch Fachkollegen von der ethischen Genehmigung?
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