Absichtserklärung: der erste Schritt zur frühzeitigen Vorauswahl von Bewerbungen

Definition

Eine Absichtserklärung (LOI) ist eine kurze vorläufige Einreichung, in der ein Antragsteller ein vorgeschlagenes Projekt skizziert, damit ein Förderer die Eignung des Vorhabens beurteilen kann, bevor er zur Einreichung eines vollständigen Antrags auffordert.

Durch die Einführung einer LOI-Phase werden ungeeignete Bewerbungen frühzeitig aussortiert, was sowohl den Bewerbern als auch den Prüfern den Aufwand einer vollständigen Einreichung erspart, die kaum Aussicht auf Erfolg hat.

Forschungsstipendien
Veröffentlicht am
29. Juli 2026
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Was ist eine Absichtserklärung?

Eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) ist eine kurze vorläufige Einreichung, in der ein Antragsteller ein vorgeschlagenes Projekt skizziert, damit ein Förderer die Eignung des Vorhabens beurteilen kann, bevor er zur Einreichung eines vollständigen Antrags auffordert. Sie umfasst in der Regel ein bis zwei Seiten und enthält eine Skizze der Idee, ihrer Relevanz für das Förderprogramm sowie des groben Umfangs.

Die Absichtserklärung ist bewusst knapp gehalten. Ihr Zweck besteht nicht darin, alle Argumente für eine Finanzierung darzulegen, sondern beiden Seiten eine kostengünstige Möglichkeit zu bieten, zu prüfen, ob sich die Ausarbeitung eines vollständigen Antrags überhaupt lohnt, bevor jemand nennenswerten Aufwand investiert.

Warum greifen Geldgeber auf die Phase der Absichtserklärung zurück?

Die wirtschaftlichen Aspekte von Forschungsanträgen sind der ausschlaggebende Grund. Die Ausarbeitung eines vollständigen Forschungsantrags kann für einen Antragsteller Wochen an Arbeit in Anspruch nehmen, und es gibt immer wieder Belege dafür, dass der überwiegende Teil der Gesamtkosten einer Förderrunde auf die Antragsteller entfällt, die Anträge verfassen, von denen die meisten abgelehnt werden.

Eine LOI-Phase filtert diese Kosten heraus. Durch die frühzeitige Prüfung der Eignung von Ideen erspart ein Geldgeber ungeeigneten Bewerbern den Aufwand einer vollständigen Einreichung mit geringen Erfolgsaussichten und entlastet seine eigenen Gutachter von der Bewertung von Vorschlägen, die von vornherein nicht in Frage kamen, wodurch die gesamte Runde effizienter gestaltet wird.

Inwiefern unterscheidet sich eine Absichtserklärung von einer Ausschreibung?

Beide sind leicht einzuordnen, sobald die Vorgehensweise klar ist. Eine Ausschreibung ist die öffentliche Aufforderung des Förderers, mit der eine Förderrunde eröffnet wird; die Absichtserklärung (LOI) ist die kurze Antwort des Antragstellers darauf, die vor Einreichung des vollständigen Antrags eingereicht wird.

Der Aufruf geht vom Geldgeber an die Praxis aus; die Absichtserklärung (LOI) kommt als frühzeitiger, gefilterter Ausdruck des Interesses zurück. Das eine eröffnet die Möglichkeit, das andere ist der erste, unverbindliche Schritt, den ein Antragsteller in diese Richtung unternimmt.

Durchführung einer LOI-Phase auf einer Plattform

Eine Plattform zur Verwaltung von Forschungszuschüssen unterstützt einen zweistufigen Prozess: Antragsteller reichen über ein Kurzformular eine Absichtserklärung (LOI) ein, Gutachter prüfen die Eignung, und nur eingeladene Antragsteller erhalten die Möglichkeit, einen vollständigen Antrag einzureichen, wodurch die Vorauswahl und die Verwaltung der vollständigen Anträge in einem durchgängigen Ablauf zusammengefasst werden.

Zusammenfassung
Häufig gestellte Fragen

FAQ

Was ist eine Absichtserklärung?
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Was ist der Unterschied zwischen einer Absichtserklärung (LOI) und einem vollständigen Antrag?
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Warum greifen Geldgeber auf die Phase der Absichtserklärung zurück?
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Inwiefern unterscheidet sich eine Absichtserklärung von einer Ausschreibung?
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Förderer verlangen häufig den Nachweis einer ethischen Genehmigung, bevor sie Mittel freigeben; dies stellt somit einen Kontrollpunkt dar, den die Fördermittelverwaltung erfassen und überprüfen muss.

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Eine gut strukturierte Ausschreibung mit klaren Kriterien und einem Online-Einreichungsverfahren zieht relevante Bewerbungen an und sorgt für eine faire und effiziente anschließende Prüfung.

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