Indirekte Kosten: Wie Förderer die Gemeinkosten der Forschung decken

Definition

Indirekte Kosten, auch Gemeinkosten genannt, sind Ausgaben, die der Forschung dienen, ohne an ein einzelnes Projekt gebunden zu sein, wie beispielsweise Kosten für Einrichtungen, Verwaltung und Versorgungsleistungen; sie werden in der Regel als Prozentsatz der direkten Kosten finanziert.

Die Art und Weise, wie ein Förderer mit indirekten Kosten umgeht, hat wesentlichen Einfluss auf den tatsächlichen Wert einer Förderung; daher müssen der Satz und die Regeln in den Bedingungen des Programms klar festgelegt werden.

Forschungsstipendien
Veröffentlicht am
29. Juli 2026
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Was sind indirekte Kosten?

Indirekte Kosten, oft auch als Gemeinkosten bezeichnet, sind die gemeinsamen Aufwendungen für die Durchführung von Forschungsvorhaben, die keinem einzelnen Projekt zugeordnet werden können. Dazu zählen Einrichtungen, Verwaltung, Nebenkosten und institutionelle Unterstützung – also die zugrunde liegenden Kosten, die die Forschung erst ermöglichen, jedoch nicht an einen bestimmten Förderzuschuss gebunden sind.

Da sich indirekte Kosten nicht einem bestimmten Projekt zuordnen lassen, übernehmen Förderer diese in der Regel als Prozentsatz der direkten Projektkosten, anstatt von einer Einrichtung eine detaillierte Aufschlüsselung zu verlangen. Dieser Prozentsatz stellt den Mechanismus dar, über den ein Förderer zu den tatsächlichen Kosten der Durchführung der Arbeit beiträgt.

Was ist der Unterschied zwischen direkten und indirekten Kosten?

Zu den direkten Kosten zählen die einem bestimmten Projekt zuordenbaren Aufwendungen, die Gehälter der Forscher, Geräte, Materialien sowie Reisekosten im Rahmen der Studie. Indirekte Kosten sind die gemeinsamen institutionellen Ausgaben – wie beispielsweise für das Gebäude, die Finanzabteilung und die IT-Systeme –, die die Forschung im Allgemeinen ermöglichen, jedoch nicht einem einzelnen Projekt zugeordnet werden können.

Der Unterschied betrifft im Wesentlichen die Rückverfolgbarkeit. Entstehen Kosten aufgrund eines bestimmten Projekts und würden ohne dieses Projekt wegfallen, so handelt es sich um direkte Kosten; sind sie hingegen Teil der ständigen Forschungskapazität der Einrichtung, so gelten sie als indirekte Kosten und werden über einen Satz abgerechnet.

Warum werden indirekte Kosten als Prozentsatz berechnet?

Jede gemeinsame Ausgabe für jedes Projekt einzeln aufzulisten, wäre unpraktisch und würde zu Streitigkeiten führen; daher vereinbaren Geldgeber und Einrichtungen stattdessen einen Satz: einen festgelegten Prozentsatz der direkten Kosten, der den fairen Anteil des Projekts an den Gemeinkosten darstellt.

Diese Sätze variieren erheblich je nach Förderer. Einige Stiftungen begrenzen die indirekten Kosten auf etwa 15 %, während Forschungsräte und -agenturen möglicherweise 25 % oder mehr zulassen; der jeweils geltende Satz ist ein wesentlicher Faktor dafür, welche Kosten einem Förderer über das sichtbare Forschungsbudget hinaus tatsächlich entstehen.

Umgang mit indirekten Kosten auf einer Plattform

Mithilfe einer Plattform zur Verwaltung von Forschungszuschüssen kann ein Förderer in der Ausschreibung einen Satz für indirekte Kosten festlegen und diesen einheitlich auf alle Antragsbudgets anwenden, sodass die Gemeinkosten im gesamten Förderportfolio auf dieselbe Weise berechnet werden und die Budgets vergleichbar bleiben und keine Streitigkeiten entstehen.

Zusammenfassung
Häufig gestellte Fragen

FAQ

Was sind indirekte Kosten?
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Was ist der Unterschied zwischen direkten und indirekten Kosten?
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Warum werden indirekte Kosten als Prozentsatz berechnet?
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Wie sollte ein Förderer mit indirekten Kosten umgehen?
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